Hallo zusammen!

Endlich konnte ich im Juni, zum ersten Mal in diesem Jahr, mit dem Kigo anfangen und es kamen wieder genügend Kinder zum Gemeindehaus. Aber wir sind dieses Mal nicht rein gegangen, sondern haben uns draußen, bei Sonnenschein, vor dem Glockenturm getroffen. Erst mal musste jeder ganz aufgeregt vom Gewitter berichten, das in den frühen Morgenstunden über Undeloh und Wesel hinweg ging. Soviel Zeit muss sein.

Dann kamen wir zum eigentlichen Thema, zum Gleichnis vom verborgenen Schatz.

Ich fragte die Kinder, was für sie ein ganz besonderer Schatz ist?

Ob sie schon mal einen gefunden haben und was haben sie dabei empfunden?

Was macht sie glücklich?

Sie berichten von einem gefundenen Goldstück, vom Schatz im Keller und das Ihr Schatz ein Kuscheltier und auch die Eltern sind. Ich lud die Kinder zum Hören des Gleichnisses in unsere Kirche ein, die nach einigen Baumaßnahmen endlich wieder betreten werden durfte.

Wir gingen hinein und schauten uns erst einmal um, was sich in der Zeit getan hat. Die Kinder setzten sich in die letzte Bankreihe und ich begann mit dem Vorlesen des Gleichnisses. Jesus erzählt da von einem, der auch einen Schatz gefunden hat. Daniel versucht mit seinem Spaten den Boden auf dem Feld zu bearbeiten und plötzlich stößt er auf etwas hartem. „Klopf, klopf“. Ich klopfte dabei auf ein schwarzes Tuch und die Kinder hörten etwas. Daniel wurde ganz aufgeregt, als er feststellte, dass es kein Stein war und grub weiter.“Klopf, klopf“ Die ganze Anstrengung des Tages ist vergessen. Er schaufelt die Erde beiseite – ich entferne das Tuch. Das sieht aus wie eine Kiste! Ob das eine Schatzkiste ist, fragt er sich? Voller Freude und Aufregung gräbt Daniel die Kiste aus und ist danach völlig erledigt, aber überglücklich.

Wenn Menschen für eine Sache „brennen“, dann lassen sie sich von der Leidenschaft mitnehmen und stecken voller Tatendrang, sowie Daniel in diesem Gleichnis. Dabei fand er eine Schatzkiste und die Kinder erkannten sie sofort. Diese Holzkiste unter dem schwarzen Tuch, war unsere Geburtstagskiste (Wir holen sie beim Kigo hervor, wenn ein Kigo-Kind Geburtstag hatte und es darf sich daraus etwas aussuchen). Ich hatte noch weitere Gegenstände vom Kindergottesdienst in der Kirche versteckt und lud die Kinder zu einer „Schatzsuche“ ein. Jedes Kind ging einzelnd nach vorne und suchte, was für ein Schatz der Kigo für sie bereit hält. Sie fanden noch sieben weitere Schätze: den Kinderaltar, das Türschild, unsere Kerzen, das Steinkreuz, die Altardecke, unsere Kigo-Aufkleber und den Geburtstagskalender. Immer, wenn sie etwas gefunden hatten, erklärten sie kurz, wofür wir es beim Kigo gebrauchen. Als alles gefunden war, waren die Kinder sehr glücklich und wir bauten zusammen unserer Kigo-Altar auf, direkt neben dem großen Altar in der Kirche. Nun sangen wir unser Begrüßungslied, beteten und dankten, holten die Kiste hervor und jedes Kind durfte sich einen kleinen Schatz mit nach Hause nehmen. Zum Abschluß sangen wir unser Lied: „Das wünsch ich sehr“.

Beim nächsten Kigo im Juli bat ich die Kinder eine Socke von zuhause mit zu bringen, die wir für unser Thema gut gebrauchen konnten. Es lautete „Denn auch ihr seid Fremdlinge“ . Im Gespräch fragte ich die Kinder, was ein Fremder ist? Wann und wie fühlt man sich fremd? Nicht dazu gehörig, ausgegrenzt! Habt ihr das schon mal erlebt? Wie ging es euch dabei? Wer/was hat euch dabei geholfen, dass ihr euch nicht mehr fremd gefühlt habt.

Manche Kinder erleben tagtäglich Fremdheit, weil sie zum Beispiel in ihrer Klasse ausgegrenzt werden. Kennt ihr solche Kinder?

Wie kann ich dafür sorgen, dass sie sich weniger fremd und mehr geborgen fühlen, dass sie dazu gehören?

Die Kinder konnten so einiges erzählen und davon berichten, wie es ihnen in einer neuen Klasse erging.

Wir hatten bei diesem Kigo auch zwei neue Kinder, die zum ersten Mal dabei waren. Und auch ihnen wollen wir das Gefühl geben dazu zugehören, dass sie gerne wieder kommen. Wir stellten nun aus den mitgebrachten Socken, viele Sockenfische her. Und wenn uns ein neues Kind zum ersten Mal besucht, darf es so einen Sockenfisch mit nach Hause nehmen und dann hoffentlich gerne an den Kigo denken und wieder kommen! Die Kinder hatten so viel Freude daran, diese Fische herzustellen, dass sie nun doch alle ihre Fische mit nehmen wollten. Das war zwar nicht mein Plan, aber sie waren so eifrig dabei, dass doch einzelne Kinder noch einen zweiten herstellten! Auf diesen Fischanhänger stand dann drauf, von welchen Kind er gemacht wurde und für wen, wird dann noch eingetragen….

Ich hoffe, dass noch viele neue Kinder zu uns kommen werden. Herzlich eingeladen sind alle Kinder, ab 4 Jahren, die Lust haben mit uns im Gemeindehaus eine schöne Stunde zu verbringen mit singen, lachen, beten, biblische Geschichten hören, basteln und vieles mehr… Eine Mutter/ ein Vater unterstützt mich dabei. Im Juli war es Sandra Rosenbrock, vielen Dank dafür.

Die nächsten Kigo-Termine sind am:

– 12. September

– 10. Oktober

– 14. November

Immer um 10 Uhr im Gemeindehaus

Ich freue mich auf euch

Eure

Heike Rech