Hallo, liebe Kinder und Eltern

Der letzte Kindergottesdienst vor der Coronazeit, war am 8. März. Ich hatte mir für dieses Mal überlegt unsere schöne, alte Kirche mit samt dem Kräutergarten und den Glockenturm mit den Kindern anzuschauen. Mir war es wichtig, das sie einmal bewusst auf alles schauen, anfassen, ausprobieren und erfragen können, was sich in und rund um unsere Kirche befindet. Die Kinder sind zwar schon oft in dieser gewesen, aber meist mit anderen beschäftigt, wie Krippenspiel, Ostern oder anderen Festlichkeiten.

Als allererstes trafen wir uns im Flur des Gemeindehauses und holten den Schlüssel für die Kirche und den Glockenturm. Schon allein die Größe der Schlüssel zu sehen und anzufassen, war schon ein „OH“. Dort trafen wir zufällig Antje und sie war spontan bereit, uns bei unserer Besichtigung zu begleiten. Wir gingen den Weg zu unserer Kirche und zunächst fragte ich die Kinder nach ihren Namen . St. Magdalenenkirche nach Maria Magdalena benannt, einer der ersten Jüngerinnen Jesu. Sie ist um 1188 erbaut und bestand ursprünglich vollständig aus Felssteinen. Sie wurde im 30jährigen Krieg zum Teil zerstört und durch neues Fachwerk und Ziegelsteinen ersetzt. Antje konnte uns noch eine Menge mehr darüber berichten und alle Fragen der Kinder beantworten. Ich war froh, dass sie da war. “ Der Herr hat sie geschickt!“ Beim Kräutergarten, der auf der Südseite der Kirche angelegt ist , wurde am Reformationstag 1999 ein Altländer Apfelbaum der Sorte „weißer Winterglockenapfel“ nach dem gemeinsamen Regionalgottesdienst mit Undeloh, Egestorf und Hanstedt gepflanzt. Ziel dieser Initiativer war es, ein Stück Vielfalt der Schöpfung und der Kulturlandschaft zu erhalten. Durch die Kräuter und Blumen, die später um dem Baum gepflanzt wurden, entstand der Kräutergarten und die Kinder durften nun fleißig erraten, was sie dort anfinden. Die Kinder interessierten sich sehr für die Gräber die sich dort in der Nähe befinden . Nun ging es weiter zum Glockenturm. Wir standen direkt vor ihm, schauten uns seine Holzfassade an , schauten zum Wetterhahn hoch und überlegten, wie hoch der Turm wohl sein mag ( 8 Meter). Nun wollten wir mit dem großen Schlüssel auch rein und uns die drei Glocken anschauen. Sehen konnten wir sie leider nicht, dafür kann man wunderbar die Turmuhr betrachten und hören, wie die Zahnräder laufen . Wir hörten, das diese 1920 erbaut wurde und so sangen wir ihr spontan zum 100. Geburtstag ein Lied. Die Uhr läuft mechanisch und muss alle 3 Tage aufgezogen werden und in diesem Moment kommt Claudia Beck in dem Turm , um das zu tun. Das war so ein Zufall und nicht geplant von mir, aber es sollte so sein……So durften wir Claudia dabei helfen. Es war schön, die Kurbeln zu drehen, alle Kinder kamen dran und auch ich merkte, wie unterschiedlich schwer das war. Claudia erzählte uns auch von der kleinen Fledermaus, die dort im Turm lebt. ( Davon wird auch in dem Bilderbuch „Die kleine Heidschnucke Naseweiss“ von Frauke Eickert berichtet. ). Wir verließen den Turm und gingen durch den Eingang in die St. Magdalenenkirche, das besondere daran ist, das er nicht wie andere Kirchen üblicherweise im Westen liegt, sondern im Norden. Als erstes gingen wir zu der Orgel die Stufen hinauf und setzen uns auf den Hocker, wie Herr Grote es immer tut. Wir schauten uns den Erzengel Michael , der aus Holz an der Südwand hängt, genauer an. In das Besucherbuch haben wir uns eingeschrieben und jedes Kind durfte für seine Lieben eine Kerze anzünden. Wir setzen uns nun in einem Stuhlkreis um den Altar und schauten uns ganz genau die Bilder non Mose und Johannes, vom Abendmahl, der Kreuzigung, Grablegung und Auferstehung Jesu an. Von hier aus konnten wir auch gut das Glasgemälde, wo Jesus als guter Hirte dargestellt ist, betrachten. Wir gingen zum achteckigen Taufbecken und lasen die Aufschrift, sprachen über das Kruzifix, das an der Nordwand hängt und gingen die Kanzel hoch. Bei der Frage, wer denn immer auf der Kanzel steht, kam sofort die Antwort: „ Die Engel oder Sterne!“ Ja, beim Krippenspiel ist es tatsächlich so, den Pastor haben sie da selten gesehen….Es war ein ganz toller und besonderer Kindergottesdienst und ich möchte mich auch bei Antje und Claudia dafür bedanken. Ihr ward zur rechten Zeit da!

Im April und Mai musste der Kigo wegen Corana ausfallen. In dieser Zeit haben die Kinder für das Gemeindehaus und den Aufsteller für die Kirche tolle Bilder gemalt. Vielen Dank dafür!!!!
Nach Absprachen mit dem KV darf nun wieder der Kigo stattfinden, wenn sich an den Corona Bestimmungen nichts ändert!

Die nächsten Kigo-Termine sind am:

– 14. Juni
–   5. Juli
–  im August sind Ferien!

Ich wünsche euch viel Geduld und gute Nerven für die kommende Zeit!

Bleibt gesund

Eure
Heike Rech